Nichts Gewisses weiß ich nicht von meiner Geschichte, doch ich spüre, dass sie in jedem Stein und jedem Schatten meiner Gassen wohnt. Die alten Häuser, die die Zeit überdauert haben, erzählen mir von Freude und Trauer, von Liebe und Verlust.
Ich erzähle Geschichten, wie ich sie in Erinnerung habe, wie ich sie erfahren habe. Jedes Flüstern des Windes und jeder Hauch der Blumen auf den Wiesen bringt mir Erinnerungen zurück, die in den Herzen der Menschen verwurzelt sind, die hier lebten und liebten. Von den bunten Märkten, an denen das Lachen der Kinder die Luft erfüllt, bis zu den stillen Abenden, an denen der Mond über den Dächern wacht – all diese Erlebnisse sind meine Erzählungen.
Jede der Erzählungen erhält ein Stückchen Wahrheit, ein Stückchen Lebensweisheit, das die Zeit mir geschenkt hat. Ich erkenne, dass jede Geschichte nicht nur meine ist, sondern auch die der Menschen, die hier wohnen, die mit mir atmen und lachen. Es sind ihre Erinnerungen, die mich formen, und ich trage sie mit Stolz in meinem Herzen.
Ich gebe nur meine Sicht der Dinge wieder, die Perspektive eines Dorfes, das tief mit seiner Umgebung verwurzelt ist. Die alten Gassen flüstern von längst vergangenen Tagen, und etwaige Ähnlichkeiten mit verstorbenen und lebenden Gebäuden oder Personen sind nicht zufällig. Diese Verbindungen sind Teil meines Seins, ein Teil des Gewebes, das mich umhüllt und nährt.
Eine Garantie für Vollständigkeit und Richtigkeit übernehme ich nicht, denn die Geschichten, die ich erzähle, sind lebendig und entwickeln sich ständig weiter, wie das Leben selbst. Manchmal verwischen die Grenzen zwischen Phantasie und Realität, doch ich weiß, dass jede Erzählung ihre eigene Wahrheit trägt.
So lade ich euch ein, mich zu hören, während ich meine Geschichten teile. Kommt mit mir auf einen Spaziergang durch die Erinnerungen, die mich geprägt haben, und lasst euch von der Magie meiner Vergangenheit verzaubern. Denn in jedem Moment, in jeder Erzählung, pulsiert das Leben, und ich, Dorfen, bin stolz darauf, Teil dieser wundervollen Geschichte zu sein.
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16 bis 10 Millionen Jahren - Feuchtgebiet der Paratethys
Während des Miozäns ist die Region um Dorfen kein offenes Meer mehr, sondern Teil eines weitläufigen Feuchtgebiets, das durch den Rückzug der Paratethys entsteht.
Flüsse, Seen und Sümpfe lagern hier die Obere Süßwassermolasse (OS) aus Sand, Ton und Kies ab. Diese Ablagerungen prägen heute, nach der Entstehung der Alpen, das Tertiärhügelland rund um Dorfen.
10 bis 5 Millionen Jahren - Tertiärhügelland
Während die Alpenbildung weiter voranschreitet, hebt sich das Land, und die Paratethys zieht sich immer weiter zurück.
In der Region um Dorfen kommen die Ablagerungen der Oberen Süßwassermolasse (OS) an die Oberfläche, da Flüsse und Erosion das Gelände umgestalten.
Ehemalige Inseln und höher gelegene Bereiche des Feuchtgebiets ragen nun als sanfte Hügel aus der Landschaft hervor und formen das heutige Tertiärhügelland.
Während des Miozäns ist die Region um Dorfen kein offenes Meer mehr, sondern Teil eines weitläufigen Feuchtgebiets, das durch den Rückzug der Paratethys entsteht.
Flüsse, Seen und Sümpfe lagern hier die Obere Süßwassermolasse (OS) aus Sand, Ton und Kies ab. Diese Ablagerungen prägen heute, nach der Entstehung der Alpen, das Tertiärhügelland rund um Dorfen.
10 bis 5 Millionen Jahren - Tertiärhügelland
Während die Alpenbildung weiter voranschreitet, hebt sich das Land, und die Paratethys zieht sich immer weiter zurück.
In der Region um Dorfen kommen die Ablagerungen der Oberen Süßwassermolasse (OS) an die Oberfläche, da Flüsse und Erosion das Gelände umgestalten.
Ehemalige Inseln und höher gelegene Bereiche des Feuchtgebiets ragen nun als sanfte Hügel aus der Landschaft hervor und formen das heutige Tertiärhügelland.
2,7 Millionen Jahre bis 15.000 - Kaltzeiten und Warmzeiten
Im Quartären Eiszeitalter formt sich die Landschaft des Dorfener Raums. Kalt- und Warmzeiten wechseln sich ab, hinterlassen die Endmoränenlandschaft mit ihren Endmoränen und Lösablagerungen. In den Auenlandschaften entlang der Isen floriert die Natur, während die ersten Menschen – Homo heidelbergensis, Homo neanderthalensis und später Homo sapiens – diese Welt besiedeln.
320.000 bis 300.000 – Homo heidelbergensis im Mindel-Riß-Interglazial
In dieser Warmzeit durchstreift eine Gruppe von Homo heidelbergensis den Raum Dorfen. Sie leben als Jäger und Sammler, errichten Lager, nutzen Feuer und fertigen Werkzeuge. Ihre Nacktheit ist selbstverständlich, ihre Welt animistisch beseelt. Die Geburt neuer Kinder wird feierlich zelebriert – ein Fest für die Geisterwelt.
In dieser Warmzeit durchstreift eine Gruppe von Homo heidelbergensis den Raum Dorfen. Sie leben als Jäger und Sammler, errichten Lager, nutzen Feuer und fertigen Werkzeuge. Ihre Nacktheit ist selbstverständlich, ihre Welt animistisch beseelt. Die Geburt neuer Kinder wird feierlich zelebriert – ein Fest für die Geisterwelt.
Am 28. August 773 wird Dorfen erstmals urkundlich erwähnt, als Graman und Pabo ihren Besitz in „dorfin“ der Kirche von Freising übergeben. Dieser Akt der Buße, geprägt von der Hoffnung auf Vergebung und göttliche Gnade, markiert den Beginn einer tiefen Verbindung zwischen Dorfen und der Kirche.
1025/1157 - „curtis dorfa“ und Marienkapelle
Bischof Egilbert überlässt der Kaiserinwitwe Kunigunde 1025 auf Lebenszeit den „curtis dorfa“, einen Herrenhof auf dem "Ruprechtsberg" zur Nutznießung.
Auf der Spitze des "Ruprechtsberges" wird zur Huldigung der Kaiserinwitwe um 1025 eine kleine Marienkapelle errichtet.
Bischof Otto übergibt den größeren Hof am "Ruprechtsberg" mit dem zugehörigen Zehent 1157 dem Stift St. Andre in Freising, zu dem er bis zur Säkularisation 1802 gehört.
Bischof Egilbert überlässt der Kaiserinwitwe Kunigunde 1025 auf Lebenszeit den „curtis dorfa“, einen Herrenhof auf dem "Ruprechtsberg" zur Nutznießung.
Auf der Spitze des "Ruprechtsberges" wird zur Huldigung der Kaiserinwitwe um 1025 eine kleine Marienkapelle errichtet.
Bischof Otto übergibt den größeren Hof am "Ruprechtsberg" mit dem zugehörigen Zehent 1157 dem Stift St. Andre in Freising, zu dem er bis zur Säkularisation 1802 gehört.
1229 bis 1231 - Herzoggraben
Herzog Ludwig den Kelheimer gründet den Markt Dorfen als einen Stützpunkt gegen das Hochstift Freising, die Grafschaft Haag und das salzburgische Mühldorf.
Die Anlage des Marktes erfolgt an den zwei sich kreuzende Straßenzüge Landshut — Rosenheim und München — Eggenfelden am locus publicus des Dorfes "dorfin" mit der St. Peterkapelle.
Der mittelalterliche Markt Dorfen wird mit 4 Toren mit Zugbrücken, einem davor liegenden Wassergraben, dem Herzoggraben, einem mit Palisaden verstärktem Wall und davor einem Spitzgraben umwehrt.
Herzog Ludwig den Kelheimer gründet den Markt Dorfen als einen Stützpunkt gegen das Hochstift Freising, die Grafschaft Haag und das salzburgische Mühldorf.
Die Anlage des Marktes erfolgt an den zwei sich kreuzende Straßenzüge Landshut — Rosenheim und München — Eggenfelden am locus publicus des Dorfes "dorfin" mit der St. Peterkapelle.
Der mittelalterliche Markt Dorfen wird mit 4 Toren mit Zugbrücken, einem davor liegenden Wassergraben, dem Herzoggraben, einem mit Palisaden verstärktem Wall und davor einem Spitzgraben umwehrt.
1390 - Spätgotischer Bau der Marktkirche und Stadtbefestigung
Die spätgotische Filialmarktkirche St. Veit wird 1390 an Stelle der Petruskapelle errichtet. Sie liegt im Zentrum der kreuzförmig angelegten Altstadt von Dorfen und teilt die Altstadt in den Unteren Markt und den Marienplatz (von Osten nach Westen) und in Kirchtorplatz und Rathausplatz (von Norden nach Süden).
Der mittelalterliche Markt Dorfen ist spätestens jetzt mit einem mit Holzpalisaden verstärktem Wall und einem davor liegenden Wassergraben sowie mit vier Toren umwehrt.
Die spätgotische Filialmarktkirche St. Veit wird 1390 an Stelle der Petruskapelle errichtet. Sie liegt im Zentrum der kreuzförmig angelegten Altstadt von Dorfen und teilt die Altstadt in den Unteren Markt und den Marienplatz (von Osten nach Westen) und in Kirchtorplatz und Rathausplatz (von Norden nach Süden).
Der mittelalterliche Markt Dorfen ist spätestens jetzt mit einem mit Holzpalisaden verstärktem Wall und einem davor liegenden Wassergraben sowie mit vier Toren umwehrt.
1422 – Mordbrenner über Dorfen
Im März 1422 plündern Truppen der Grafschaft Haag den unbefestigten Markt Dorfen. Die Kirche Maria-Dorfen wird zerstört, viele Bürger ermordet. 1425 gewährt Rom einen Ablass für Wiederaufbauhilfe – als Trost für die Leidenden und Ansporn für die Überlebenden.
Im März 1422 plündern Truppen der Grafschaft Haag den unbefestigten Markt Dorfen. Die Kirche Maria-Dorfen wird zerstört, viele Bürger ermordet. 1425 gewährt Rom einen Ablass für Wiederaufbauhilfe – als Trost für die Leidenden und Ansporn für die Überlebenden.
1443 - Steinerne Tore
Das Kirchtor, Isener Tor, Haager Tor und Unteres Tor werden Mitte des 14. Jahrhunderts durch steinernen Tore in gotischen Bauform mit Walmdach ersetzt.
Das Kirchtor, Isener Tor, Haager Tor und Unteres Tor werden Mitte des 14. Jahrhunderts durch steinernen Tore in gotischen Bauform mit Walmdach ersetzt.
Mitte 15. Jahrhundert - Karner
Zum theologischen Programm des „Ruprechtsberges“ gehören nach dem marianisch geprägten Kirchenbau christologisch ausgerichtete Kapellen.
So befindet sich an der Südseite des Langhauses der Wallfahrtskirche Maria-Dorfen im Hang ein Karner („Gruften“).
Zum theologischen Programm des „Ruprechtsberges“ gehören nach dem marianisch geprägten Kirchenbau christologisch ausgerichtete Kapellen.
So befindet sich an der Südseite des Langhauses der Wallfahrtskirche Maria-Dorfen im Hang ein Karner („Gruften“).
Die auf dem salomonischen Thron der Weisheit sitzende Figur der Maria mit Kind, Mittelpunkt des Hochaltars, entsteht in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, wahrscheinlich zu Beginn der 1470er. Möglicher Schöpfer könnte der Landshuter Bildhauer Heinrich Helmschrot gewesen sein.
Die Gnadenskulptur wird zum Zentrum der Marienverehrung in Dorfen.
1530 – Wailtl im Bräuwinkl
Seit 1530 steht der Wailtl im Herzen von Dorfen für Gastlichkeit. Als Brauerei, Jagdherberge und Namensgeber verkörpert er Tradition, Handwerk und heimelige Wirtshauskultur im Bräuwinkl.
Seit 1530 steht der Wailtl im Herzen von Dorfen für Gastlichkeit. Als Brauerei, Jagdherberge und Namensgeber verkörpert er Tradition, Handwerk und heimelige Wirtshauskultur im Bräuwinkl.
Die Bräuwinkl-Stube mit Kamin und Balkendecke schafft ein Gefühl von Geschichte und Geborgenheit.
1715 - Totenkapelle
Im Zuge der barocken Erweiterungsbauten auf dem Ruprechtsberg entsteht über den gotischen Karner die "Totenkapelle” südlich der Marienkirche.
Im Zuge der barocken Erweiterungsbauten auf dem Ruprechtsberg entsteht über den gotischen Karner die "Totenkapelle” südlich der Marienkirche.
1717 bis 1719 - Bau des Priesterhauses
Unter dem - 1649 geborenen - Maria Dorfener Förderer Fürstbischof Johann Franz Eckher entsteht von 1717 bis 1719 das erste von vier Priesterhäusern der Diözese München/Freising.
Unter dem - 1649 geborenen - Maria Dorfener Förderer Fürstbischof Johann Franz Eckher entsteht von 1717 bis 1719 das erste von vier Priesterhäusern der Diözese München/Freising.
Am 12 Dezember 1721 besucht der 24jährige Kurprinz Karl Albert und sein 22jähriger Bruder Herzog Ferdinand die Wallfahrtskirche Maria-Dorfen.
1782 - Einsturz
Am 3. Januar 1782 zwischen 8 und 9 Uhr abends erfolgt beim südlichen Portal ein Gewölbeeinsturz. Dabei stürzt auch das Chorgewölbe ein. Die Kirche Maria-Dorfen wird noch bis 1784 für Messen benützt.
Am 3. Januar 1782 zwischen 8 und 9 Uhr abends erfolgt beim südlichen Portal ein Gewölbeeinsturz. Dabei stürzt auch das Chorgewölbe ein. Die Kirche Maria-Dorfen wird noch bis 1784 für Messen benützt.
1784 bis 1786 - Neubau der Wallfahrtskirche
Von 1784-1786 erfolgt nach dem Einsturz von 1782 der große Um- und frühklassizistische Neubau der Wallfahrtskirche Maria-Dorfen unter Mathias Rößler.
Von 1784-1786 erfolgt nach dem Einsturz von 1782 der große Um- und frühklassizistische Neubau der Wallfahrtskirche Maria-Dorfen unter Mathias Rößler.
Im Jahr 1794 zerstört ein Blitzschlag den oberen Teil des Turmes von Maria-Dorfen, das Pyramidendach, der aus Geldmangel aber erst 1805 wiederhergestellt werden kann.
1799 - Renovierung der Marktkirche St. Veit
Bei den Reparaturen wird ein spätgotisches Tonnengewölbe im Chor und eine barocke Flachputzdecke im Langhaus eingezogen und auf dem schönen Deckengemälde des hiesigen Malers Johann Evangelist Mang sehen wir unter den Schutzheiligen das Dorfen von 1799 mit seinen Toren und malerischen Häusergiebeln. Die Kirche erhält ihre heutige Gestalt.
Bei den Reparaturen wird ein spätgotisches Tonnengewölbe im Chor und eine barocke Flachputzdecke im Langhaus eingezogen und auf dem schönen Deckengemälde des hiesigen Malers Johann Evangelist Mang sehen wir unter den Schutzheiligen das Dorfen von 1799 mit seinen Toren und malerischen Häusergiebeln. Die Kirche erhält ihre heutige Gestalt.
1840 - Albrechtstadl
Zwischen Isen und Alte Isen wird 1840 an der Mühlangergasse ein Holzstadel mit reichem Gitterwerk von Joseph Stöttner, der später Albrechtstadl genannt wird, errichtet und als Heustadel verwendet.
Zwischen Isen und Alte Isen wird 1840 an der Mühlangergasse ein Holzstadel mit reichem Gitterwerk von Joseph Stöttner, der später Albrechtstadl genannt wird, errichtet und als Heustadel verwendet.
1803 bis 1858 – Kampf ums Landgericht
Nach der Auflösung des Landgerichts Dorfen im Zuge der Säkularisation 1803 kämpft der Markt Dorfen über ein halbes Jahrhundert um dessen Wiedererrichtung. Trotz wiederholter Ablehnungen und hoher finanzieller Belastungen gelingt 1858 die feierliche Eröffnung des neuen Landgerichts. Erster Landrichter wird Karl Mayer, Assessor Johann Bapt. Lammerer. Damit erhält Dorfen seine zentrale Verwaltungs- und Justizfunktion zurück.
Nach der Auflösung des Landgerichts Dorfen im Zuge der Säkularisation 1803 kämpft der Markt Dorfen über ein halbes Jahrhundert um dessen Wiedererrichtung. Trotz wiederholter Ablehnungen und hoher finanzieller Belastungen gelingt 1858 die feierliche Eröffnung des neuen Landgerichts. Erster Landrichter wird Karl Mayer, Assessor Johann Bapt. Lammerer. Damit erhält Dorfen seine zentrale Verwaltungs- und Justizfunktion zurück.
1857 – Bau der Fronfeste
Mit dem Bau des königlich bayerischen Amtsgerichtsgefängnisses am Herzoggraben beginnt 1857 die Geschichte des heutigen Heimatmuseums Dorfen. Ursprünglich als Justizgebäude errichtet, entwickelt sich das Haus über Jahrzehnte hinweg zum Zentrum der Dorfener Erinnerungskultur.
Mit dem Bau des königlich bayerischen Amtsgerichtsgefängnisses am Herzoggraben beginnt 1857 die Geschichte des heutigen Heimatmuseums Dorfen. Ursprünglich als Justizgebäude errichtet, entwickelt sich das Haus über Jahrzehnte hinweg zum Zentrum der Dorfener Erinnerungskultur.
1862 - Klein-Kinderbewahranstalt
Im Jahr 1862 entsteht in Dorfen die erste Klein-Kinderbewahranstalt – ein sicherer Ort für Kinder berufstätiger Mütter. Mit viel Engagement und christlicher Nächstenliebe legt sie den Grundstein für die frühkindliche Betreuung in Dorfen – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum späteren Kindergarten Pfiffikus.
Im Jahr 1862 entsteht in Dorfen die erste Klein-Kinderbewahranstalt – ein sicherer Ort für Kinder berufstätiger Mütter. Mit viel Engagement und christlicher Nächstenliebe legt sie den Grundstein für die frühkindliche Betreuung in Dorfen – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum späteren Kindergarten Pfiffikus.
14. August 1864 - Einweihung der Mariensäule
Am Vorabend des Fests Mariä Himmelfahrt wird die Mariensäule, anlässlich des 10, Jahrestags der Verkündigung des Dogmas von der „Unbefleckten Empfängnis Mariens“, von Pfarrer Anton Schmitter am Schrannenplatz eingeweiht. Ein Symbol für die Marienverehrung in Dorfen.
Am Vorabend des Fests Mariä Himmelfahrt wird die Mariensäule, anlässlich des 10, Jahrestags der Verkündigung des Dogmas von der „Unbefleckten Empfängnis Mariens“, von Pfarrer Anton Schmitter am Schrannenplatz eingeweiht. Ein Symbol für die Marienverehrung in Dorfen.
1. Mai 1871 - Bahnhof Dorfen
Mit der Eröffnung des Bahnhofs verändert sich Dorfen grundlegend. Die Eisenbahn verbindet die Stadt mit München und Simbach, bringt Handel, Reisende und neue Möglichkeiten. Menschen erleben den technischen Fortschritt und feiern den Aufbruch in eine neue Zeit. Der Bahnhof wird zum Tor zur Welt und prägt Dorfen.
Mit der Eröffnung des Bahnhofs verändert sich Dorfen grundlegend. Die Eisenbahn verbindet die Stadt mit München und Simbach, bringt Handel, Reisende und neue Möglichkeiten. Menschen erleben den technischen Fortschritt und feiern den Aufbruch in eine neue Zeit. Der Bahnhof wird zum Tor zur Welt und prägt Dorfen.
1874 - Kreuzwegstationen
DieBildhauerswitwe Kreszenz Ganser aus München liefert 14 Kreuzwegstationen mit Tonreliefs für den ehemaligen Friedhof der Pfarrkirche Maria-Dorfen.
DieBildhauerswitwe Kreszenz Ganser aus München liefert 14 Kreuzwegstationen mit Tonreliefs für den ehemaligen Friedhof der Pfarrkirche Maria-Dorfen.
1878 - Kapelle am Fürmetzholz
Martin und Babette Scheicher errichten östlich der Einöde Möslgut an der Lindenallee am Eingang zum Fürmetzhölzl am Waldrand eine Kapelle als Marienheiligtum.
Martin und Babette Scheicher errichten östlich der Einöde Möslgut an der Lindenallee am Eingang zum Fürmetzhölzl am Waldrand eine Kapelle als Marienheiligtum.
1886 bis 1887 - Stepfen
1886/87 werden die alten Holzstufen durch Steintreppen ersetzt. Dazu werden sie von 15 Granitstelen mit bronzenen Bildreliefs des Rosenkranzgeheimnisses auf der linken Seite der Stepfen begleitet.
1886/87 werden die alten Holzstufen durch Steintreppen ersetzt. Dazu werden sie von 15 Granitstelen mit bronzenen Bildreliefs des Rosenkranzgeheimnisses auf der linken Seite der Stepfen begleitet.
Vor 1890 - Floriansbrunnen
Die Figur des Floriansbrunnen im Stil der Neurenaissance stammt aus der Münchner Werkstätte „Seitz und Seidl” für „Handwerkskunst und Wohnungseinrichtung”, nach einem Entwurf von Gabriel von Seidl. Sie wird vor 1890 aufgestellt.
Die Figur des Floriansbrunnen im Stil der Neurenaissance stammt aus der Münchner Werkstätte „Seitz und Seidl” für „Handwerkskunst und Wohnungseinrichtung”, nach einem Entwurf von Gabriel von Seidl. Sie wird vor 1890 aufgestellt.
1898 - Nebenbahnstrecke Dorfen-Velden
Die eingleisige und nicht elektrifizierte Nebenbahn nach Velden (Streckennummer 5721), eine 20,5 Kilometer lange Stichbahn über Eibach, Taufkirchen/Vils, Moosen, zweigt im Osten des Bahnhofs Dorfen, bei Kilometer 0,0 beginnend, von der Bahnstrecke München–Simbach ab.
Sie wird am 24. Dezember 1898 eröffnet und bringt Dorfen den ortsnahen Bahnhof „Dorfen Markt” bei km 1,6. Fahrkartenausgabe und ein kleiner Warteraum befinden sich in der Gaststätte „Zur Halle”.
Die eingleisige und nicht elektrifizierte Nebenbahn nach Velden (Streckennummer 5721), eine 20,5 Kilometer lange Stichbahn über Eibach, Taufkirchen/Vils, Moosen, zweigt im Osten des Bahnhofs Dorfen, bei Kilometer 0,0 beginnend, von der Bahnstrecke München–Simbach ab.
Sie wird am 24. Dezember 1898 eröffnet und bringt Dorfen den ortsnahen Bahnhof „Dorfen Markt” bei km 1,6. Fahrkartenausgabe und ein kleiner Warteraum befinden sich in der Gaststätte „Zur Halle”.
1905 - Verlegung des Friedhofes der Marktgemeinde Dorfen
Die Dorfener Begräbnisstätte befindet sich ursprünglich auf dem Kirchhof rund um die Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Dorfen. Als Anfang des 20.Jh. der verfügbare Platz nicht mehr ausreicht, verlegt man um 1905 den Friedhof etwa 200 Meter nach Norden vom Altenheim Marienstift entfernt und errichtet auch ein Leichenhaus mit weit ausladenden Arkaden, unter denen sich Priestergräber und Familiengruften vermögender Dorfener Bürger befinden.
Die Dorfener Begräbnisstätte befindet sich ursprünglich auf dem Kirchhof rund um die Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Dorfen. Als Anfang des 20.Jh. der verfügbare Platz nicht mehr ausreicht, verlegt man um 1905 den Friedhof etwa 200 Meter nach Norden vom Altenheim Marienstift entfernt und errichtet auch ein Leichenhaus mit weit ausladenden Arkaden, unter denen sich Priestergräber und Familiengruften vermögender Dorfener Bürger befinden.
5. Juni 1910 – Bierkrieg in Dorfen
Als die Dorfener Brauereien die Bierpreise erhöhen, protestieren empörte Bürger lautstark. Der Konflikt eskaliert, Wirtshäuser brennen, die Feuerwehr rückt aus. Fässer werden geleert, die Polizei greift ein. Die „Bierrevolution“ bleibt in Erinnerung – ein Symbol für Dorfener Widerstandsgeist und bayerische Biertradition.
Als die Dorfener Brauereien die Bierpreise erhöhen, protestieren empörte Bürger lautstark. Der Konflikt eskaliert, Wirtshäuser brennen, die Feuerwehr rückt aus. Fässer werden geleert, die Polizei greift ein. Die „Bierrevolution“ bleibt in Erinnerung – ein Symbol für Dorfener Widerstandsgeist und bayerische Biertradition.
1920 - Erstes Jahrhunderthochwasser in Dorfen
Ein „Jahrhunderthochwasser” überschwemmt Dorfen. Die Isen erreicht einen historischen Pegelstand und setzt nahezu alle Straßen und Plätze des Marktes unter Wasser.
Ein „Jahrhunderthochwasser” überschwemmt Dorfen. Die Isen erreicht einen historischen Pegelstand und setzt nahezu alle Straßen und Plätze des Marktes unter Wasser.
1923 - Soldaten- und Kriegerverein Dorfen
Der Erste Weltkrieg ist vorbei. Unvergessen bleibt jedoch das Leid, welches die blutigen Kämpfe für viele Bürger mit sich gebracht haben. Um den Gefallenen aus Dorfen ein „immerwährendes“ Andenken zu sichern, schließen sich 30 ehemalige Frontkämpfer aus dem Ort zusammen. Sie gründen den Veteranen- und Kriegerverein.
Der Erste Weltkrieg ist vorbei. Unvergessen bleibt jedoch das Leid, welches die blutigen Kämpfe für viele Bürger mit sich gebracht haben. Um den Gefallenen aus Dorfen ein „immerwährendes“ Andenken zu sichern, schließen sich 30 ehemalige Frontkämpfer aus dem Ort zusammen. Sie gründen den Veteranen- und Kriegerverein.
Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland erhalten die westdeutschen Reichsstraßen anstatt des alten „R“ ein „B“ für den neuen Begriff Bundesstraße vor ihrer Nummer.
Die Bundesstraße 15 geht 1949 teilweise aus der Reichsstraße 15 (R 15) hervor.
Die Bundesstraße 15 geht 1949 teilweise aus der Reichsstraße 15 (R 15) hervor.
1957 - Christuskopf
Der Christuskopf von Michael Bartmann nutzt Temperaturunterschiede und physikalische Prinzipien, um ohne Strom Blut in einen Kelch zu pumpen – ein technisches Meisterwerk.
Der Christuskopf von Michael Bartmann nutzt Temperaturunterschiede und physikalische Prinzipien, um ohne Strom Blut in einen Kelch zu pumpen – ein technisches Meisterwerk.
1958 – Bau einer Kläranlage
Mit dem wachsenden Hygienebewusstsein beginnt 1958 der Bau der ersten Kläranlage in Dorfen. Eine mechanische Reinigungsstufe wird errichtet, das Kanalnetz schrittweise erweitert. Ziel ist der Schutz von Volksgesundheit und Isen. 1975 folgt die biologische Reinigungsstufe mit bis zu 97 % Reinigung.
Mit dem wachsenden Hygienebewusstsein beginnt 1958 der Bau der ersten Kläranlage in Dorfen. Eine mechanische Reinigungsstufe wird errichtet, das Kanalnetz schrittweise erweitert. Ziel ist der Schutz von Volksgesundheit und Isen. 1975 folgt die biologische Reinigungsstufe mit bis zu 97 % Reinigung.
1960er - Fliegenpilz
Ende der 1960er wird dem Schwammerl des Nachts sein rot-weißes Fliegenpilz-Qutfit verpasst.
Ende der 1960er wird dem Schwammerl des Nachts sein rot-weißes Fliegenpilz-Qutfit verpasst.
1967 - Hemadlenz-Brunnen
In Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Verschönerungsverein Dorfen wird der Hemadlenz-Brunnen am 22. Juli 1967 am Rathausplatz feierlich enthüllt.
In Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Verschönerungsverein Dorfen wird der Hemadlenz-Brunnen am 22. Juli 1967 am Rathausplatz feierlich enthüllt.
1974 - Ein Kind der Freien Jugend
1974 entsteht in Dorfen das selbstverwaltete Jugendzentrum „Jugge“ – ein Symbol für Freiheit, Selbstbestimmung und politischen Aufbruch. Aus einer mutigen Idee wird ein lebendiger Ort jugendlicher Kultur und Mitbestimmung, getragen von Idealismus und Widerstand gegen das Establishment.
1974 entsteht in Dorfen das selbstverwaltete Jugendzentrum „Jugge“ – ein Symbol für Freiheit, Selbstbestimmung und politischen Aufbruch. Aus einer mutigen Idee wird ein lebendiger Ort jugendlicher Kultur und Mitbestimmung, getragen von Idealismus und Widerstand gegen das Establishment.
1994 - Lasst Euch versöhnen mit Gott
Die Versöhnungskirche in Dorfen entsteht 1994 als moderner evangelischer Ort der Stille und Versöhnung. Sie symbolisiert Glaubensvielfalt in einer überwiegend katholischen Stadt und lädt zur inneren Einkehr und zum friedlichen Miteinander ein. Ein wichtiger Meilenstein für die lokale Kirchengeschichte.
Die Versöhnungskirche in Dorfen entsteht 1994 als moderner evangelischer Ort der Stille und Versöhnung. Sie symbolisiert Glaubensvielfalt in einer überwiegend katholischen Stadt und lädt zur inneren Einkehr und zum friedlichen Miteinander ein. Ein wichtiger Meilenstein für die lokale Kirchengeschichte.
2000/2001 - "Wer soll denn da mit dem Radl fahren?"
Anfangs ist manch einer noch skeptisch, doch im Nu spricht es sich herum, dass im Grenzland zwischen dem oberbayerischen Isental und dem niederbayerischen Vilstal eine touristische Attraktion geschaffen worden war.
Der Vilstalradweg lockt viele Radfahrer an und sie kommen mit dem Zug nach Dorfen.
Anfangs ist manch einer noch skeptisch, doch im Nu spricht es sich herum, dass im Grenzland zwischen dem oberbayerischen Isental und dem niederbayerischen Vilstal eine touristische Attraktion geschaffen worden war.
Der Vilstalradweg lockt viele Radfahrer an und sie kommen mit dem Zug nach Dorfen.
Mit öffentlicher Kunst hat die Stadt schon öfter so seine Probleme gehabt. So kommt es 2002 mit dem „Stellvertreterhaus“ von Gabriele Obermaier im Auffangbecken zu einem „Kunstkrieg“ in der Dorfener Bevölkerung.
2015 – Antenne Bayern klaut Dorfener Maibaum
Am 24. April 2015 stiehlt das Maibaumklau-Team von Antenne Bayern den 25 Meter hohen Maibaum in Dorfen. Bürgermeister Heinz Grundner verhandelt die Auslösung. Bis 7 Uhr am nächsten Morgen sollen 2.500 Dorfener im Schlafanzug erscheinen – dann steigt die große Tanz-in-den-Mai-Party! 3.000 erscheinen!
Am 24. April 2015 stiehlt das Maibaumklau-Team von Antenne Bayern den 25 Meter hohen Maibaum in Dorfen. Bürgermeister Heinz Grundner verhandelt die Auslösung. Bis 7 Uhr am nächsten Morgen sollen 2.500 Dorfener im Schlafanzug erscheinen – dann steigt die große Tanz-in-den-Mai-Party! 3.000 erscheinen!
2023 - Bevölkerungsstruktur
Dorfen zählt 15.197 Einwohner, darunter 7.593 Frauen. Wachstum, Vielfalt und starke weibliche Präsenz prägen die Stadt im Isental.
Dorfen zählt 15.197 Einwohner, darunter 7.593 Frauen. Wachstum, Vielfalt und starke weibliche Präsenz prägen die Stadt im Isental.

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