Donnerstag, 29. Mai 2025

Klein-Kinderbewahranstalt Pfiffikus

📖 Lesezeit: ca. 14 Minuten
Pfiffikus – Ein Garten des Heranwachsens
In einem alten Haus mit offener Tür, am Rande der kleinen Stadt Dorfen, liegt ein besonderer Ort: der Kindergarten Pfiffikus. Schon der Name, entstanden um 1700, erzählt von Klugheit, Gewitztheit und dem Mut, Dinge zu erkennen und zu gestalten. So wie ein Pfiffikus einst als schlauer Mensch galt, so wächst hier heute eine neue Generation kleiner Pfiffiger heran – mit offenen Augen, neugierigen Herzen und der Lust am Entdecken.

Dieses Haus ist mehr als nur ein Gebäude. Es atmet Geschichte. Im Jahr 1911 übergab Bürgermeister Bernhard Zöpf den Schlüssel zur Kinderbewahranstalt bei der Ötzkapelle an die Armen Schulschwestern. Sie übernahmen damit nicht nur eine Aufgabe, sondern eine Lebensaufgabe. Die Räume füllten sich mit Kinderlachen, mit Liedern, mit Geschichten – und mit all dem, was kleine Menschen stark fürs Leben macht. Generationen von Dorfener Kindern fanden hier Geborgenheit, Struktur und Freude am gemeinsamen Spiel.

Ein Ort, der Kinder „hegt“ wie zarte Pflänzchen
Der Kindergarten Pfiffikus gleicht einem Garten – einem Ort, an dem Kleines wachsen darf. So wie in einem Samenkorn schon das große Ganze angelegt ist, so tragen auch die Kinder in sich den natürlichen Drang zu lernen, zu entdecken, zu verstehen. Die Erzieherinnen und Erzieher hier sind keine Befehlenden – sie sind Begleiter. Sie beobachten mit liebevollen Blicken, greifen ein, wenn nötig, aber lassen Raum für Selbstbildung, für das Miteinander unter Kindern, für ko-konstruktives Lernen.

Struktur und Freiheit – eine liebevolle Balance
Bis zu 100 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren dürfen sich hier in vier Gruppen entfalten. Acht Plätze sind für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf reserviert – ein Zeichen gelebter Inklusion. In einem teiloffenen Konzept dürfen die Kinder innerhalb einer festgelegten Zeit selbst entscheiden, wann, wo und mit wem sie spielen, lernen, forschen, bauen, träumen. Sie gestalten mit – nicht nur ihren Tag, sondern ihr Heranwachsen.

Der große Garten hinter dem Haus ist ein Paradies aus Erde, Gras und Luft. Auch bei Regen und Matsch geht es hinaus – denn kindlicher Bewegungsdrang kennt kein schlechtes Wetter. Freitags verlassen die Kinder sogar das Haus – beim Entdeckertag erkunden sie Dorfen, besuchen die Kirche, spazieren durch den Stadtpark, kaufen im Laden ein oder besuchen ein Kind zuhause. Einmal im Monat geht es in den Wald – ein Abenteuer zwischen Wurzeln, Blättern und Himmel.

Verwurzelung in christlicher und menschlicher Tradition
Trotz aller Wandlungen bleibt Pfiffikus sich treu. Die Wurzeln reichen tief: bis zu den Armen Schulschwestern, bis zur Klein-Kinderbewahranstalt von 1862, bis zur Rettungsanstalt des Pfarrers Schmitter im 19. Jahrhundert. Christliche Feste wie St. Martin oder der Christbaum in der Aula sind Teil der Tradition. Sie geben Halt, Orientierung und Geborgenheit.

Ein Lernort des Herzens
Pfiffikus ist ein Ort, an dem Kinder spüren: Ich bin wichtig. Ich bin geliebt. Ich werde gesehen. Hier ist es normal, anders zu sein. Hier zählt jedes Lachen, jedes Staunen, jeder kleine Schritt in die Welt. Die Eltern sind dabei keine Außenstehenden. Sie sind Partner, Vertraute, Mitgestaltende. Gute Bildung beginnt mit sicherer Bindung, mit gegenseitiger Wertschätzung – und mit Vertrauen.

Ein Haus voller Geschichte, voller Leben
Vom Gartenhaus des Priesterhauses über den alten Markt bis zum heutigen Standort: Pfiffikus hat viele Wandlungen erlebt. Die Jahre des Dritten Reichs, die Rückkehr der Schwestern 1946, die Umstellung auf weltliche Pädagoginnen ab 1981 – jedes Kapitel fügt sich ein in eine große, liebevolle Geschichte des Fürsorgens.

Der Altbau, einst mit Wohnung für die Schwestern, später mit Zentralheizung und moderner Ausstattung versehen, steht wie ein stiller Zeuge da. Der Flachbau daneben ergänzt das Ensemble. Hier begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart in offener Tür, im Klang eines Kinderliedes, im Duft nach Matschhose und warmer Milch.

Pfiffig blüht das Spiel,
Kinder lachen, wachsen still –
Garten voll Gefühl.
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„Kommen Sie mit? Schauen Sie es sich an – hier entlang!“
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1780 - Öffentliche Kleinkindererziehung
Eine der ersten Einrichtungen öffentlicher Kleinkindererziehung wird in Deutschland um 1780 in Straubing ins Leben gerufen.

19. Jahrhundert - Industrielle Revolution
Durch die mit der industriellen Revolution einhergehende Landflucht und die Ablösung von der Großfamilie ändern sich die familiären und sozialen Umstände, in denen Kinder aufwachsen, dramatisch.
Frauen werden zunehmend in den industriellen Produktionsprozess einbezogen. Insbesondere in den rasant wachsenden Großstädten verwahrlosen die Kinder.

1828 - Engelgarten in Buda
Teréz Gräfin von Brunszvik gründet am 1828 die erste Kinderbetreuungseinrichtung unter dem Namen Engelgarten in Buda. Sie gründet elf weitere Einrichtungen öffentlicher Kleinkindererziehung.
1836 ruft sie einen Verein für die Eröffnung von Kleinkinderbewahranstalten ins Leben.
Ihre pädagogischen Erfahrungen gibt sie auf ihren Reisen nach Deutschland (München sowie Augsburg), England, Italien usw. weiter.
Die Gräfin fordert die Regierung zur Regelung der Bildung von Erzieherinnen auf und schreibt mehrere Fachbücher über die Wichtigkeit frühkindlicher Erziehung.

1835 - Warteschulverein
Der Erfurter Theologe und Pädagoge Karl Reinthaler regt 1835 die Gründung einer Warte- und Pflegeanstalt für kleine Kinder an.
Am Eröffnungstag steht eine einzige Mutter mit ihrem Kind vor der Pforte des Hospitals, in dem die Kleinen anfangs beschützt und bewahrt werden sollen - zwölf werden erwartet.  Eine eigens dafür examinierte Frau betreut die sich ständig vergrößernde Kinderschar, die schnell auf 20 bis 30 Kinder anwächst.

1839 - Kleinkinderschule
In Bayern wird 1839 die Bezeichnung „Kleinkinderschule“ verboten, da es sich bei den Einrichtungen öffentlicher Kleinkindererziehung um „Privatinstitute“ handelt, die gerade nicht dem Schulwesen angehören sollen.

1840 - Kinder-Garten
Die Wortschöpfung Kindergarten geht auf den Thüringer Pädagogen Friedrich Fröbel, ein Schüler Pestalozzis, zurück. Für ihn soll das Kind im Kinder-Garten wie eine Pflanze gepflegt und gehegt werden, daher der Name.
Die Findung des Namens bezeichnet er als „Offenbarung“, die ihm im Frühjahr 1840 auf einer Wanderung von Blankenburg nach Keilhau widerfährt.

1840 - Anschauungsstätte für Mütter
Friedrich Wilhelm Fröbel stiftet 1840 im Rathaus von Blankenburg den ersten Allgemeinen deutschen Kindergarten.
Die Einrichtung für Kinder von ca. 2 bis 7 Jahren ist eine Anschauungsstätte für Mütter, denen Friedrich Fröbel die entscheidende Bedeutung in der Kindererziehung zuspricht, um diesen die Handhabung mit den von dem Pädagogen entwickelten Beschäftigungsmittel und Spielgaben aufzuzeigen.
Allgemein sollen vom Kindergarten positive Impulse in die Familie ausstrahlen.

Bis 1846 - Erste wirkliche Kindergärten
Bis 1846 existieren erste „wirkliche“ Kindergärten nach Fröbels Gedanken in Annaburg, Lünen, Dresden, Frankfurt am Main, Homburg v. d. H., Gotha und Quetz.

1850 - Rettungsanstalt für Kinder
Mitte des 19.Jhs. wird das Priesterhaus in Dorfen den Franziskanerinnen des III. Ordens übergeben, als von Pfarrer Schmitter im Gartenhaus des Priesterhauses eine Rettungsanstalt für arme und verwaiste Kinder eingerichtet wird.

1851 - Verbot der Kindergärten in Preußen und Bayern
1851 werden Kindergarten „wegen atheistischer Tendenzen“ in Preußen und Bayern verboten.
Friedrich Fröbels pädagogische Auffassungen gelten als verderblich und vollständig haltlos.
Zum Verhängnis werden ihm die Nähe zu den freien Gemeinden und deren sozialistischen Ideen.
Von den Verboten unbehelligt bleiben die Kleinkinderbewahranstalten. Sie werden weiterhin staatlich gefördert. Die Regierungen stören sich nicht grundsätzlich an der Erziehung der Kinder in öffentlichen Einrichtungen. Sie soll nur staatstreu erfolgen.

1852 - Anzahl der Kleinkinderbewahranstalten
In Bayern existieren 1852 91 Kleinkinderbewahranstalten, in denen 6.796 Kinder betreut werden.

1852 - Absicht zur Gründung einer Kleinkinderbewahranstalt
Der Bürgermeister des Marktes Dorfen, der Pfarrer von Maria Dorfen, Anton Schmitter, und der Armenpflegschaftsrat der Gemeinde beschließen 1852 die Gründung einer Kleinkinderbewahranstalt

1860 - Aufhebung des Kindergartenverbotes
Auf Initiative der Fröbelepigonin Bertha von Marenholtz-Bülow und des Sozialpolitikers Adolf Lette kann das Kindergartenverbot 1860 aufgehoben werden.
Dadurch ist der Weg frei für die Gründung neuer Kindergärten. Insbesondere sind es Frauen, die in der Nachfolge Fröbels wirken. Beispielsweise gründet Angelika Hartmann 1864 in Köthen (Anhalt) einen Kindergarten nach Fröbel und 1876 den „Leipziger Fröbelverein“.

1860 - Kinder-Garten und Elementar-Klasse
Der Pädagoge August Köhler entwickelt eine eigenständige „Köhler-Kindergartenpädagogik“.
Ferner ist er Mitbegründer sowie erster Redakteur der ersten Fachzeitschrift für den Kindergarten, die 1860 erstmals unter dem Titel Kinder-Garten und Elementar-Klasse erscheint.

1862 - Klein-Kinderbewahranstalt
Die Armen Schulschwestern von Dorfen eröffnen am Unteren Markt Hs. Nr. 98 (heute Notariat, Fahrschule, Reisebüro) eine Klein-Kinderbewahranstalt.
An die 100 bis 150 „männliche und weibliche Kinder“ besuchen in den Folgejahren die Anstalt. Sie werden von 3 Schwestern des Ordens betreut.

1863 - Deutscher Fröbelverband
Köhler ist 1863 neben Eleonore Heerwart, Minna Schellhorn, Julie Traberth und Auguste Möder Initiator und Mitbegründer des „Deutschen Fröbelvereins“, aus dem 1873 der „Deutsche Fröbelverband“ hervorgeht.

1905 - Baufond
Da die räumlichen Verhältnisse der Kleinkinderbewahranstalt am Unteren Markt in Dorfen im Laufe der Zeit so beengt werden, beschließt der 1905 gegründete Baufond auf dem Gemeindegrund bei der Ötzkapelle ein neues Haus zu errichten.

1907 - Schulkindergarten
Der erste Schulkindergarten wird 1907 in Charlottenburg ins Leben gerufen, 1910 die erste Vorklasse im Berliner Pestalozzi-Fröbel-Haus.
Im Schuljahr 2007/08 existieren in Deutschland 1334 Schulkindergärten mit 2251 Klassen sowie 264 Einrichtungen mit 442 Vorklassen.

1910 - Anteil der Kinder
Der Anteil der Kinder, für die ein Platz in einer Einrichtung öffentlicher Kleinkindererziehung (Kleinkinderbewahranstalt, Kleinkinderschule oder Kindergarten) zur Verfügung steht, erreicht bereits 1910 etwa 13 %. Dies bleibt auch in der Weimarer Republik so.

1911 - Kleinkinderbewahranstalt bei der Ötzkapelle
Bürgermeister Bernhard Zöpf übergibt 1911 den Armen Schulschwestern in einer kurzen Feier die Schlüssel zum neuen Haus einer Kinderbewahranstalt in Dorfen.

1914 bis 1918 - Kriegskindergärten
Im Ersten Weltkrieg werden viele Kinder in Kriegskindergärten der Vaterländischen Frauenvereine betreut, da „die Väter an der Front, die Mütter in der Rüstungsindustrie“ sind.

1919 - Taubstummenanstalt
1919 wird der erste Kindergarten für gehörlose Kinder in Hamburg in Verbindung mit der dortigen „Taubstummenanstalt“ ins Leben gerufen.

1925 - Deutsche Montessori-Gesellschaft
Ab ca. 1920 verbreitet sich verstärkt die Montessori-Pädagogik.
Clara Grunwald gründet 1925 die Deutsche Montessori-Gesellschaft und Käthe Stern plädiert für das „Erweiterte Montessori-System“. Dieses versucht eine Synthese mit der Fröbel-Pädagogik herzustellen, dabei auch die neuesten Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie, u.a. von Rosa Katz, Charlotte Bühler, Hildegard Hetzer sowie Martha Muchow, berücksichtigend.

1933 bis 1945 - Ein hartes Geschlecht
In der Zeit von 1933-1945 steht der Kindergarten im Fokus der nationalsozialistischen Ideologie: „Wir wollen ein hartes Geschlecht heranziehen, das stark ist, zuverlässig, treu, gehorsam und anständig. Der kleine Junge wird einmal ein deutscher Soldat werden, das kleine Mädchen eine deutsche Mutter“.
Während der nationalsozialistischen Diktatur wird die Zahl der Kindergartenplätze in Deutschland mehr als verdoppelt (Versorgungsquote 1941: 31 %).

1933 bis 1945 - Kindertagesstätte
Im NS-Staat wird von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) die Begriffe Kindertagesstätte, Dauerkindertagesstätte, Erntekindertagesstätte oder Hilfskindertagesstätte verwendet.

1940 bis 1945 - NSV-Schwestern
Im Dritten Reich wird den Armen Schulschwestern von Dorfen Januar 1940 gekündigt, so dass ihre Tätigkeit in Dorfen zunächst beendet ist. NSV-Schwestern übernehmen nun den Kindergarten bis zum April 1945.

Nach 1945 - Bildungseinrichtung
Nach dem Zusammenbruch der Nazi-Herrschaft entwickelt sich die vorschulische Institution immer mehr von einer Aufbewahranstalt zu einer wichtigen Bildungseinrichtung, zu einer Stätte für Reifen und Lernen.
Während in der Bundesrepublik Deutschland die Erziehung zu einer „freien Persönlichkeit“ wichtig ist, steht für die Kindergärten in der DDR die „sozialistische Moral“ im Vordergrund.

Nach 1945 - Heimatvertriebene und kommunale Einrichtungen
Mit dem Ende des Krieges finden zahlreiche Heimatvertriebene in Dorfen eine neue Heimat.
An kommunalen Einrichtungen werden ausgebaut und erweitert: das Rathaus, die Wasserwerke und der Kindergarten
Neu errichtet werden ein Schwimmbad, das Feuerwehr- und Polizeigebäude, eine landwirtschaftliche Berufsschule.

1946 - Freigabe des Gebäudes
Nach 1945 sind abwechselnd Evakuierte, Amerikaner und Flüchtlinge im Haus der Kleinkinderbewahranstalt Dorfen untergebracht.
Bürgermeister Jakob Wilm gelingt es 1946 endlich, die Freigabe des Gebäudes für die Nutzung als Kindergarten zu erreichen.
Das Mutterhaus des Ordens der Armen Schulschwestern schickt wieder Schwestern nach Dorfen, so dass Mai 1946 das Haus eröffnet und mit 160 Kindern wieder in Betrieb genommen werden kann.

1954 - Kindergarten Pfiffikus
Der Kindergarten Pfiffikus in Dorfen von 1954 wird, wie bereits seit 1862, als zweigruppige Einrichtung von 3 Schwestern des Ordens der Armen Schulschwestern betreut.
Im Erdgeschoß sind die Gruppen- und Nebenräumen, im I.Stock die Wohnung für die Schwestern. Das Haus ist von einem großen Garten umgeben, der im Eingangsbereich als Blumen- und Hausgarten gestaltet ist, zum größten Teil aber als Spielwiese für die Kinder genutzt wird.
Der Kindergarten Zwei Schwestern (Kindergärtnerinnen) stehen Eine weitere Schwester sorgt für das leibliche Wohl.

1957 - Fronleichnamsprozession
Dorfener Kindergartenkinder nehmen bei der Fronleichnamsprozession mit Sr. Erika und Frl. Maria teil.

1959 - Zentralheizung und Fliesen
1959 wird im Kindergarten Pfiffikus in Dorfen eine Zentralheizung eingebaut und die Klosettanlagen mit Fliesen ausgestattet.

1969 - Kanalisation
1969 wird der Kindergarten Pfiffikus in Dorfen an die Kanalisation angeschlossen.

1971 - Kindergartenplätze
Ende 1971 stehen in der BRD für je 100 Kinder an Kindergartenplätzen zur Verfügung: 59,6 Plätze in Würzburg, 48,0 Plätze in Augsburg, 43,9 Plätze in Nürnberg, 43,1 Plätze in München und 40,4 Plätze in Regensburg.

1971 - Kinderhaus Pusteblume
Der gestiegene Bedarf an Kindergartenplätze in Dorfen macht 1971 eine Erweiterung notwendig.
Ein vom Architekt Heinrich Hock entworfener Flachbau, wird an den Kindergarten Pfiffikus (erbaut 1911) angefügt. Er verfügt über 2 Gruppenräume, einen Mehrzweckraum für Spiel und Gymnastik, zwei Garderoben, einen Waschraum, eine Putzkammer und einen Personalraum.

1973 - Kindergarten in der Berufsschule
Schon 1973 ist der Kindergarten und das Kinderhaus in der Jahnstraße in Dorfen zu klein.
Deshalb wird in der ehemaligen landwirtschaftlichen Berufsschule an der Justus-Liebig-Straße eine sechste Gruppe eingerichtet.

1976 - Rückläufige Kinderzahl
Wegen rückläufiger Anmeldungen wird die Kindergartengruppe in der ehemaligen Berufsschule in Dorfen wieder aufgelöst.

1979 - Halbtagesgruppe in Grüntegernbach
1979 wird eine Halbtagesgruppe in Grüntegernbach eröffnet.

1981 - Weltliche Kindergärtnerinnen
Der Orden der Armen Schulschwestern kann ab dem Kindergartenjahr 1981 keine Schwestern mehr nach Dorfen entsenden. Die ersten Schwestern kamen 1862.
Ab 1981 arbeiten im Kindergarten Dorfen ausschließlich weltliche Kindergärtnerinnen und - pflegerinnen.

1981 - Halbtageskindergarten für Oberdorfen
Da sich für Herbst des Jahres 1981 in Dorfen wieder zu wenig Plätze vorhanden sind, wird ein Halbtageskindergarten im Gemeindehaus in Oberdorfen eingerichtet.

Anfang 1990er - Einwohnerzahl
Die Einwohnerzahl Dorfens nimmt seit der Gebietsreform 1978 und mit der Ausweisung neuer Baugebiete immer mehr zu und erreicht Anfang der 1990er 12.000 Einwohner.

1993 bis 1997 - Erhöhter Bedarf an Kindergartenplätze
Auf Grund des erhöhten Bedarf an Kindergartenplätzen in Dorfen erfolgen von 1993 bis 1996 in der ehemaligen landwirtschaftlichen Berufsschule zahlreiche Umbauten, um das Gebäude für Kindergartenzwecke (Kinderhaus unterm Regenbogen) in Anspruch nehmen zu können. Dazu wird u.a. für die Bücherei, die bis dahin dort untergebracht war, ein neues Gebäude errichtet und das städtische Archiv in den neu errichteten Bauhof verlegt.
Der Kindergarten an der Jahnstraße wird 1993 in einen zweigruppigen Kindergarten im Flachbau und in einen ebenfalls zweigruppigen Kindergarten im Altbau geteilt. 1994 wird im ersten Stock des Altbaus ein weiterer Gruppenraum und die dazugehörigen Nebenräume geschaffen.
1997 werden die neu errichteten Kindergärten in Schwindkirchen und Eibach eingeweiht.

2001 - Trägerschaft
Mit Ausnahme des neuen Schulkindergartens liegt die Trägerschaft der Kindergärten im Gebiet der Stadt Dorfen gänzlich bei der Gemeinde.

2013 - Rechtsanspruch
Seit 2013 gibt es in Deutschland gemäß § 24 SGB VIII einen Rechtsanspruch auf einen Kindergarten-/Krippenplatz für Kinder vom vollendeten ersten Lebensjahr bis zur Einschulung.
Ob ein Anspruch auf einen halbtägigen oder ganztägigen Kindergartenplatz besteht, richtet sich u.a. nach der Berufstätigkeit der Eltern oder dem Förderbedarf des betreffenden Kindes.

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